Sonntag, 29. Januar 2017

Endlich Winter!









Der Biggesee ist zwar noch nicht zugefroren, aber der Winter ist endlich da! Mit -10 Grad Celsius, einer immerhin 15 Zentimeter dicken Schneeschicht, strahlend blauem Himmel und herrlichem Sonnenschein. Gerade recht, um meine neuen Spike-Reifen mal so richtig zu fordern.

Ich habe den Ice Spiker Pro von Schwalbe aufgezogen, in seiner breitesten Ausführung: 60-559 (26 x 2.35), ausgestattet mit 361 Wolframcarbid-Krallen, die aus Gewichtsgründen in einem Aluminiumkörper ruhen.
Die Testbedingungen: festgetretener bzw. festgefahrener Schnee, verharschter Schnee, Sulzschnee, von Schnee bedeckte Eisflächen, blankes Eis und mit Tauwasser überzogenes Eis.
Das Ergebnis: allein mit dem Sulzschnee tut sich der Reifen schwer. Da kostet das Spurhalten und Vorankommen einiges an Kraft. Ansonsten: freie Fahrt! In alle anderen Untergründe beißt sich der Reifen erstaunlich gut fest. Selbst abruptes Bremsen oder Ausweichen auf wässrigem Eis: kein Problem!

So macht eine Winterradtour Spaß! Man muss nur noch entsprechend gekleidet sein. Icebreaker Merino Unterwäsche als Base Layer, darüber ein dünner Fleece-Pulli und diverse Windstopper Softshells, an den Füßen Goretex-Winterradschuhe (ich trage den Northwave Celsius Arctic 2) und an den Händen (meine neueste Errungenschaft) die mit zwei kleinen Akkus beheizbaren Radhandschuhe Race aus dem Hause 30Seven. Anders als bei einer Tour im Sommer kommt es bei einer Winterradtour vor allem darauf an, nicht zu sehr ins Schwitzen zu geraten. Denn jede Feuchtigkeit, die nicht abgeführt werden kann, führt unweigerlich zu einem unangenehmen Frösteln. Mit ein wenig Gespür für den passenden Rhythmus lässt sich das aber gut in den Griff bekommen.

Schließlich muss man im Winter ja keine Rekorde brechen. Eine gemütliche Ausfahrt von 40 oder 50 km Länge kann schon ein wunderbares Erlebnis sein. Das Knirschen des trockenen Schnees in den Ohren oder das abwechslungsreiche Rattern der Spikes, je nachdem über welche Eisfläche sie gerade rollen; die kalte, aber kristallklare Luft in der Nase; die sonnendurchflutete Winterlandschaft vor Augen ... Das alles macht Lust auf mehr. Mal sehen, vielleicht breche ich ja demnächst nicht nur zu einer winterlichen Tagestour auf, sondern zu einer ausgewachsenen Winter-Radreise. In den Alpen, in Skandinavien oder - auch das soll möglich sein - in Grönland. ;-)

Kommentare:

  1. schöne kleine eindrücke, ich kann dir schottland im winter empfehlen für eine schöne radtour, natürlich wie es nun mal so ist mit dem richtigen bike und einer ordentlichen kleidung und einem winter schalfsack, es ist ein traum

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    1. Auch in Zeiten des Klimawandels? Ist es da nicht eher feucht? Aber Du scheinst gute Erfahrungen gemacht zu haben. Gibt es möglicherweise sogar Bilder?

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